„Es ist, als befände man sich auf einer fabelhaften Cocktailparty“ – Wie Pandora Taylor die traditionelle Bibliothek mit Kurven, Zoneneinteilung und der Farbe der Schmuckschatulle neu interpretierte

Traditionelle Bibliotheksräume sind oft düster und fleißig, aber Pandora Taylor ging diesen Mayfair-Raum mit einer weitaus leichteren Hand an. Der lange, schmale Raum, der als multifunktionaler Raum zum Lesen, Bewirten, Arbeiten und Spielen gedacht war, erforderte eine sorgfältige Planung, um nicht zu förmlich oder, schlimmer noch, wie ein glamouröser Korridor zu wirken.

Stattdessen schuf Pandora das, was sie als „freudige, luftige Schmuckschatulle“ beschreibt – ein mehrschichtiges Schema mit „Wow-Faktor“, bei dem sanfte Kurven, tonale Farben und verspielte Musterakzente den Blick durch den Raum bewegen.

Pandora Taylor verwandelte einen langen, schmalen Raum in einen fröhlichen, multifunktionalen Raum, indem er himmelblaue Wände mit rosafarbenen Glaskronleuchtern, maßgeschneiderter Tischlerei und frischem Frühlingsgrün kombinierte.

Eine Reihe von Tischlereiarbeiten schlängelt sich durch den Raum und verbindet die einzelnen Zonen, während rosa Kronleuchter im Vintage-Stil, ein grasgrüner Nordic Knots-Teppich und Moiré-Wandverkleidungen für Freude und Bewegung sorgen. Das Ergebnis ist eine Bibliothek, die „beeindrucken und inspirieren“ soll, sagt Pandora.

Der Grundriss war der Ausgangspunkt. „Dies half uns bei der Entscheidung, wie wir das Farbschema im gesamten Raum planen sollten, um sicherzustellen, dass jeder Schritt dieses langen Raums für Interesse sorgt“, sagt sie. Aufgrund seiner kniffligen Proportionen und des Verbindungsgangs zwischen dem Stadthaus und dem dahinter liegenden Stallgebäude bestand die Gefahr, dass der Raum eher wie ein Durchgang als wie eine Bibliothek wirkte. Stattdessen wurde das Layout sorgfältig entworfen, um Offenheit und Sichtlinien für ein Gefühl von Fluss und Rhythmus in den Vordergrund zu stellen. Ein Sofa mit Sockel fungiert als Anker des Raumes. „Die kastenförmigen Linien tragen dazu bei, eine natürliche Trennung in der Mitte des Raumes zu schaffen“, erklärt Pandora. Entscheidend ist, dass Sie durch das niedrige Profil immer noch den Raum als Ganzes sehen können.

Am anderen Ende des Raumes bilden ein Tisch mit Sockelleiste und gestreifte Hocker einen spielerischen Ort, der die Rolle der Bibliothek als Ort der Unterhaltung und des Lesens unterstreicht.

Weichheit spielt eine ebenso wichtige Rolle bei der Gestaltung der Atmosphäre. „Da der Raum eng ist, war es wichtig, einige geschwungene Möbel einzuführen“, sagt Pandora, die die langen, linearen Proportionen mit abgerundeten Formen in Einklang brachte. Diese weicheren, organischeren Linien verleihen dem Raum einen „natürlichen Fluss“, sodass sich alles immer noch verbunden anfühlt, erklärt sie, und verhindern, dass die Tischlerei zu imposant wirkt.

Auch Farbe wird geschickt und nicht nur dekorativ eingesetzt. Der Plan begann mit einer himmelblauen Tapete. „Es fühlte sich einfach so fesselnd an. „Durch die kräftige Wandfarbe konnten wir bei den Vorhängen, die ein wunderschönes organisches Muster in frühlingshaften Farben zeigen, dezenter vorgehen.“

Vor dem Hintergrund des Blautons unterstreichen rosafarbene Kronleuchter die Länge des Raums, während sich tonale Rosa- und Frühlingsgrüntöne auf Polstern, Beleuchtung und Textilien wiederholen. „Wenn sie zur selben Tonfamilie gehören, gibt es dort eine natürliche Verwandtschaft“, erklärt Pandora.

Sanfte Kurven, geschichtete Farben und eine clevere Zonierung sorgen dafür, dass sich diese traditionelle Bibliothek eher einladend und gesellig als formell oder abgeschlossen anfühlt.

Anstatt den langgestreckten Raum einfach nur mit Möbeln zu füllen, hat Pandora eine Reihe unterschiedlicher, aber miteinander verbundener Momente geschaffen: einen Schreibtischbereich zum Arbeiten, einen zentralen Sitzplatz für Gespräche und einen Spieltisch für unterhaltsamere Zusammenkünfte.

„Wir wollten, dass unsere Kunden jeden Zentimeter des Raums genießen können und dass es sich um einen Raum handelt, der Sie gezielt anzieht“, erklärt sie. „Dies ist ein Raum zum Arbeiten, aber auch zum Spielen“, fügt sie hinzu. Das durchgehende Bücherregal fungiert durchgehend als roter Faden und sorgt gleichzeitig dafür, dass jede Zone ihre eigene, unverwechselbare Identität behält.

Gewebte Rückwände, geometrische Regale und verspielte rosa Akzente machen die maßgefertigten Schränke weicher und verleihen der Bibliothek ein gelassenes, modernes Flair.

Auch das Styling trägt dazu bei, die Architektur des Raumes weicher zu gestalten. Bücher und Gegenstände sind mit hängendem Grün überzogen, was laut Pandora dabei hilft, die „Frontlinie“ der Regale zu durchbrechen. Der Effekt sorgt für organische Bewegung in unterschiedlichen Höhen und verhindert, dass sich die Regale zu gleichmäßig anfühlen. „Wir wollten etwas mit Wow-Faktor schaffen – nicht unbedingt einen klassischen Bibliotheksraum, sondern einen Ort, der beeindruckt und inspiriert“, sagt Pandora.

Anstelle eines formellen Lesesaals verfügt die Bibliothek über eine eigene Spieleecke, in der abgerundete, beerenfarbene Stühle und ein antiker Tisch zum Spaß einladen, nachdem die Bücher abgelegt wurden.

Sorgfältig geplant und doch voller Neugier schafft der Raum eine Balance zwischen Zweckmäßigkeit und Verspieltheit, die ihm ein elegantes und einladendes Gefühl verleiht. „Es ist, als ob man in seinem Lieblingskleid auf einer fantastischen Cocktailparty wäre“, sagt Pandora über den geselligen Geist des Raums.

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