Die minimalistische Küche ist tot – Julia Childs Küche aus den 60er Jahren zeigt, wie man einen Kochraum vertikal organisiert, um Funktion und Wärme statt Perfektion zu gewährleisten

Über Jahre hinweg dominierte der Minimalismus den Küchendiskurs. Utensilien sollten verstaut werden, Arbeitsplatten und Regale sollten so frei wie möglich bleiben, um ein perfektes, elegantes Erscheinungsbild zu schaffen. Glücklicherweise gehen wir im Jahr 2026 entspannter vor und befinden uns in guter Gesellschaft. Ein Foto aus dem Jahr 1964 zeigt, dass Julia Childs Küche funktional gebaut war und fast alle Utensilien zum Kochen rund um den Herd enthielt.

Die wunderschönen Bilder zeigen, dass der französische Chefkoch ein Meister der Küchenaufbewahrung war. Der vertikale Raum wird durch ein Gewürzregal und universelle Topfdeckel maximiert, die an S-Ringen (wie diese von Amazon) an einer Stange unter der Dunstabzugshaube hängen. An der Wand links vom Herd hängen Töpfe, auf dem Herd stehen große Töpfe, ein Wasserkocher und ein Schmortopf. Utensilien hängen an der Haube oder werden in Keramikbehältern gesammelt. Anstatt unordentlich oder überfüllt zu wirken, ist der Raum schick und funktional. Alles, was Julia früher gekocht hat, war in greifbarer Nähe.

Julia Childs Gasherd im Hotelstil in ihrem Haus in Cambridge, Massachusetts, 1964

Erstellen Sie Julias Look zu Hause nach

Der Schlüssel zu Julias Look liegt in der vertikalen Lagerung. Nina Lichtenstein, Innenarchitektin aus New York, erklärt: „In Küchen, in denen jeder Zentimeter zählt, ist die vertikale Aufbewahrung oft der heimliche Held.“ Indem Sie nach oben statt nach außen blicken, können Sie die Kapazität maximieren, ohne auf Durchfluss, Licht oder Stil zu verzichten. Der Schlüssel liegt darin, zu wissen, wo man es umsetzt und wie man es bewusst und nicht improvisiert wirken lässt. Gut gemacht ist die vertikale Aufbewahrung nicht nur eine Platzersparnis. Es ist ein Design-Statement. Es lenkt den Blick nach oben, zelebriert die Architektur des Raumes und beweist, dass Zweckmäßigkeit und Schönheit Hand in Hand gehen können.“

Wie wir in Julias Küche sehen, ist der Raum zwischen Oberschränken, Dunstabzugshaube und Arbeitsplatten für den Zugang zu diesem Raum von entscheidender Bedeutung. Nina rät: „Eine nicht ausreichend genutzte Zone ist der Wandabschnitt zwischen Arbeitsplatten und Oberschränken, perfekt für schlanke offene Regale, Schienen mit Hängekörben oder sogar eine Magnetleiste für Messer.“

Je nachdem, wie viel Sie kochen, können Sie, wie Julia, funktionaler vorgehen oder die in Ihrer Küche ausgestellten Gegenstände ästhetischer gestalten. Nina empfiehlt: „Beim Styling wird die vertikale Küchenaufbewahrung zum Leben erweckt.“ Bringen Sie Funktion und Ästhetik in Einklang: Reservieren Sie die unteren, leicht zugänglichen Regale für Gegenstände des täglichen Bedarfs und lassen Sie die höheren Stellen Stücke aufbewahren, die Charakter verleihen. Glaskanister mit Grundnahrungsmitteln für die Speisekammer, eine Reihe von Kochbüchern oder geflochtene Körbe sorgen für Rhythmus und Struktur und sorgen gleichzeitig für Ordnung. Setzen Sie bei offenen vertikalen Regalen auf Wiederholung und Zurückhaltung. Mehrere Exemplare desselben Glases oder Gefäßes sehen poliert aus, während eine Mischung aus Holz, Keramik und Glas die Komposition erwärmt. Auch die Beleuchtung spielt eine entscheidende Rolle: Ein LED-Streifen unter jedem Regal oder eine Pendelleuchte in der Nähe können die Aufbewahrung in eine Präsentation verwandeln.“


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